1/3
Ersatzneubau Mehrzweckgebäude

Projektwettbewerb

Ersatzneubau Mehrzweckgebäude in Aesch ZH

2019

Bauherr

Gemeinde Aesch

Generalplanerteam

Architekt: Frei & Ehrensperger Architekten, Zürich

Mitarbeit: Julian Ringler / Morgane Roch / Valérie Leimgruber

Ingenieur: HKP Bauingenieure AG, Zürich

Landschaftsarchitekt: Andreas Geser Landschaftsarchitekten AG, Zürich

Ein Instrument

Das neue Gebäude wird als Mehrzweckgebäude bezeichnet. Es soll also mehreren Zwecken dienen. Sowohl dem Schulsport als auch den Vereinen, sowohl den sportlich als auch den kulturell interessierten Vereinen, der Schule und der Gemeinde, der Öffentlichkeit und Privaten. Die Erfahrung zeigt, dass sich diese einzelnen Vereine als unabhängige Nutzer artikulieren, die darauf aus sind, ihre partikulären Interessen in einer additiven Aufzählung eines Raumprogrammes durchzusetzen. Um das knappe Budget einhalten zu können, müssen Doppel-turnhalle und Gemeindesaal so miteinander in Beziehung gesetzt werden, dass kostensparende Synergien genutzt werden können. Der Ersatzneubau muss wie ein Musikinstrument komponiert werden können. Das Ganze sollmehr sein, als die Summe seiner Einzelteile. Raumqualität und Konfigurationsmöglichkeiten der Räume sollen auch bisher noch nicht erwähnte Nutzungen ermöglichen. Das Instrument soll inspirieren, Melodien zu spielen, die möglicherweise noch gar nicht an gedacht worden sind. Es soll neugierig machen. Man soll herausfinden, wasalles gespielt werden kann. Das Gebäude soll von den Benutzern angeeignet werden.

Miteinander!

zwei Hallen, ein Gebäude
Aus ökonomischen Aspekten der Nachhaltigkeit (Kompaktheit des neuen Gebäudes) macht es keinen Sinn, das Raumprogramm in zwei Gebäude zu splitten. Gleichzeitig ist ein neues Gebäude mit Doppelturnhalle und Mehrzweckhalle ein riskanter Massstabssprung. Durch die Platzierung des neuen grossen Bauvolumens entlang der Hangkante der bestehenden Topografie gelingt es, die Massstäblichkeit des Ortes zu wahren: Ein Gebäude, das als zwei solitäre Baukörper in die Höhe wächst aber im erdgeschossigen Sockelbereich miteinander verbunden ist. Die beiden Nutzungen sind klar ablesbar, gehen zusammen, haben aber eine eigene, wenn auch verwandte Identität. Die bestehende Schulanlage wird nicht in das zweite Glied verbannt. Die Aussenräume können ihrer jeweiligen Nutzung ent-sprechend organisiert werden. Miteinander heisst: respektvolles Zusammen ohne Verlust der eigenen Identität, dafür mit neuen Möglichkeiten.

Durch dieses Grundkonzept soll es gelingen, Landschaft und Gebäude, Innenräume und Aussenräume miteinander in Beziehung zu setzen, so dass sich vielleicht noch ungeahnte Nutzungsmöglichkeiten einstellen werden. Die präzise Lage des neuen Gebäudes ist so gewählt, dass die „wesentlichen Räume“ des Kinderhortes und die Musikräume nicht im Einflussbereiches der Hochspannungsleitung liegen.

Frei & Ehrensperger Architekten BSA

Anwandstrasse 32

8004 Zürich

+41 44 291 15 83

office@frei-ehrensperger.ch

www.frei-ehrensperger.ch

Copyright 2018 Frei & Ehrensperger Architekten