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Meiriacker binningen

Projektwettbewerb

Erweiterung Schulhaus Meiriacker, Binningen 

2019

Bauherr

Gemeinde Binningen

Generalplanerteam

Architekt: Frei & Ehrensperger Architekten, Zürich

Mitarbeit: Julian Ringler

Baumanagement: CONFIRM AG, Basel

Bauingenieur: Gruner Lüem AG, Basel

Landschaftsarchitekt: Gohl Landschaftsarchitektur GmbH, Basel

Als Maxime für den Umbau des bestehenden Schulhauses gilt:

So wenig wie möglich, so viel wie notwendig.

Eine sorgfältige Analyse der bestehenden Struktur, des zu berücksichtigenden Raumprogrammes führt zur Einsicht, dass der Schlüssel dieser Aufgabe in der Platzierung des 4. Kindergartens liegt. Wird dieser in der bestehenden Struktur des Schulhauses untergebracht, so schüttelt er das gesamte Nutzungskonzept zwangs-läufig durcheinander. Es müssen mehrere mehr oder weniger aufwendige und wahrscheinlich auch teure Umplatzierungen gemacht werden. Findet man für diesen Kindergarten eine Lösung ausserhalb der bestehenden Struktur, wird man fest-stellen, dass sich praktisch alle Raumbedürfnisse ohne allzugrosse Eingriffe in der bestehenden Struktur realisieren lassen. Dies resultiert schliesslich auch in einem kleineren Neubauvolumen und in einem klaren städtebaulichen Konzept.

Die bestehende Schulanlage ist sehr massstäblich und entspricht den Bedürfnissen einer Primarschule. Der bestehende Turnhallentrakt, die Hauswartwohnung riegelt die Anlage heute Richtung Osten, gegen den Wald ab. Die Anlage wirkt introvertiert ohne den Vorteil einer erhöhten Terrasse nutzen zu können. Mit dem Abriss dieses Anlageteiles besteht die Möglichkeit dies zu ändern: Die Schulanlage kann in das Quartier geöffnet, die Natur Teil des Wald der täglichen Erlebniswelt werden.

Der bestehende Schultrakt und der Erweiterungsbau verbinden sich zu einem Ensemble entlang der Rottmannsbodenstrasse. Die neue Doppelturnhalle markiert den Sockel der Schulanlage architektonisch. Sie dominiert die Anlage nicht, ist aber erlebbar, verstärkt die Identitätsstiftende Wirkung, sowohl der Schule, als auch für das Quartier. Eine Terrasse mit Aussicht, ein Fenster in den Wald.

Durch den repräsentativen Eingang an der Rottmannsbodenstrasse öffnet sich die Schulanlage in das Quartier hinaus. Die Erweiterungsbauten für die Schule und den Mittagstisch werden auf diese Terrasse gestellt. Durch eine geschickte Nutzung der Bausubstanz der bestehenden Schulanlage, wird der vierte Kindergarten als vorfabrizierte Konstruktion über den bestehenden Parkplätzen an die bestehenden Kindergärten angebaut. So können nicht nur aufwendige Umbaumassnahmen ver-hindert werden, das notwendige Neubauvolumen kann minimiert und dadurch der Pausenplatz deutlich vergrössert werden, die Anlage öffnet sich emotional in den Wald hinaus.

Ein Ort der Begegnung, welcher auch durch die Bevölkerung, Vereine und In-stitutionen ausserhalb der Schulzeit genutzt werden kann. Das Schulhaus wird zu einem lebendigen, integrierten und identitätsstiftenden Bestandteil des Quartieres.

Binningen Plankombi 02.jpg

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