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BETRIEBSGEBÄUDE DIETLIKON

Neubau Betriebsgebäude Dietlikon

2005

 

Bauherr

Gemeinde Dietlikon

 

Architekt / Totalunternehmer

Frei & Ehrensperger Architekten, Zürich

Projektleitung: Britta Neumann

Mitarbeit: Monica Caramella

 

Bauleitung

Frei & Ehrensperger Architekten, Zürich

Guideon Schöni, Aarau

 

Generalplanerteam

Bauingenieur: H.P. Stocker & Partner AG, Zürich

HL-Planung: Tri Air Consulting AG, Jona

Elektroplanung: Thomas Lüem Partner AG, Baar

Sanitärplanung: Planungsgemeinschaft Haustechnik, Uster

Bauphysik: Bakus Bauphysik & Akustik GmbH, Zürich

 

Kenndaten    

Geschossfläche: 

Lager 1’393m2

Werkstätten 1’254 m2

Verwaltung 1’179 m2

Umbauter Raum SIA: 17’400 m3 (SIA 416)

Baukosten: 7.1 Mio. CHF

 

Nutzung

Erdgeschoss: Lagerhallen, Werkstätten, Garage Betriebsfahrzeuge

Obergeschoss: Büronutzung Verwaltung, Bauamt, Polizei

 

Wettbewerb

2001, 1.Preis

Gesamtleistungsstudienauftrag

 

Planung und Fertigstellung

2001 - 2004

 

Auszeichnung

Anerkennung gute Bauten im Kanton Zürich 2006

Fotos

Guido Baselgia

Die Arbeit als Totalunternehmer

Das 2001 von der Gemeinde Dietlikon initiierte Verfahren wird als sogenannter Gesamtleistungswettbewerb ausgeschrieben. Ziel einer solchen Ausschreibung ist es, dem Auslober eine möglichst grosse Kostensicherheit gewährleisten zu können. Dazu schliessen sich normalerweise Architekten mit einem Generalunternehmer freier Wahl zu einem Projektteam zusammen. Frei & Ehrensperger entschliessen sich jedoch für dieses Bauvorhaben für geschätzte 7.5 Mio. CHF selbst die Verantwortung zu tragen. Zu diesem Zweck gründen sie mit befreundeten Fachplanern eine einfache Gesellschaft Arge Totalunternehmer Betriebsgebäude Dietlikon. Nachdem der Wettbewerb 2005 gewonnen war, wird der Bau 2003 - 2004 unter der Leitung von Frei & Ehrensperger erstellt und kann der Gemeinde 2004 fristgemäss, innerhalb der im Wettbewerb festgelegten Kostenlimite übergeben werden.  

 

Von der Hölle ins Paradies oder die Emanzipation der modernen Arbeitswelt

Das architektonische Konzept des Werkhof Dietlikon basiert auf der Interpretation des Raumprogrammes: Ein in drei Schichten horizontal gegliedertes 70m langes Gebäude. Während das unterirdische, 2.5m hohe Lagergeschoss höhlenartig wirkt und sich nur durch die zwei seitlich angeordneten Rampen äussert, so markiert der erdgeschossige, 4.0m hohe Sockel die Nutzung als Werkgebäude mittels einer lichten Halle. Über dieser Halle schwebt das Hochparterre, eine auf fünf Paradiesgärten introvertierte Bürolandschaft. Die Auskragung des Hochparterres soll seine Eigenständigkeit betonen, gleichzeitig einen wettergeschützten Vorbereich vor den Werkstätten garantieren.

 

Die Halle im Sockel wird als Werkstatt resp. befahrbare Lagerhalle benutzt. Die vorfabrizierten, tragenden Betonscheiben rhythmisieren das riesige Volumen. Die wechselnden Lichtstimmungen umspielen diesen Grundrhythmus melodisch. Die Halle wirkt roh, reduziert. Die Garderoben- und Besprechungskuben sind als massive Betonkörper in die Mitte der 21m tiefen Raumzone gestellt. Raumunterteilungen zwischen den Werkstätten sind als lichte Wände in Profilit ausgeführt, so dass die Halle als Einheit spürbar bleibt.

 

Das darüber liegende Bürogeschoss ist introvertiert, die Aussenfassaden sind mit wärmegedämmten Profilitgläsern ausgefacht und lassen ein milchiges, diffuses Licht eindringen. Der Blick wird so auf die fünf zentralen, nach unterschiedlichen Themen begrünten Innenhöfe gelenkt. 

Das Introvertieren auf die fünf innenliegenden Lichthöfe ist die konzeptionelle Antwort auf Lärmemissionen der Umgebung. Die Bürostruktur soll möglichst flexibel genutzt werden können und Büros mit einer speziellen Atmosphäre anbieten. 

 

Die Lichthöfe in der Mitte der Kombibüros werden intensiv begrünt und dienen der hektischen Arbeitswelt als Oasen der Ruhe. Sie wirken je nach Lichtstimmung als lichte Laternen oder bei gezogenem Sonnenschutz als Aquarien. Um dieses Spiel der Lichtstimmungen zu verstärken, sind  Boden und Decken als ruhige dunkle Flächen gestaltet (Boden Gussasphaltplatten / Decken Streckmetall)

N

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