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Neubau Mehrzweckhalle Illnau Effretikon

Architektonisches Konzept

Das Raumprogramm kann in zwei unterschiedliche Nutzungsgsbereiche mit sehr unterschiedlichen Nutzungsanforderungen unterteilt werden: Eine stützenlose Fahrzeughalle mit zwei unterschiedlich hohen Bereichen und kleinräumige Nutzungseinheiten mit kleinen Spannweiten und teilweise höheren Anforderungen an die Gebäudehülle. Diese Gegensätzlichkeit ist das architektonische Thema. Leichtigkeit und Schwere. Die Fahrzeughalle ist ein lichtdurchflutetes Zelt unter einem schützenden, auskragenden  Dach, welches vor einem soliden steinernen Baukörper, mit sämtlichen Nebenräumen steht. Während die lichte Halle beinahe entmaterialisiert zu sein scheint, so ist der Nebenraumkörper erdig schwer. Vivaldi steht für eine melodische Rhytmisierung der pragmatischen Arbeitswelt. Dafür, dass auch ein pragmatischer, günstiger Zweckbau einen kulturellen Anspruch erfüllen kann, dass das Ganze mehr sein muss als die Summe seiner Einzelteile.    

 

Die lichte Halle

Die Fahrzeughalle kann eigentlich ein schützendes Zelt sein. Ein Wetterschirm mit einem Innenklima von lediglich 14°. Wir versuchen diesen Zeltcharakter mit seinen charakteristischen Lichtqualitäten erlebbar zu machen. Durch die Konstruktion wird die absolut notwendige Statik minimiert und von einer gedämmten Profilitglaswand umgeben. Der Rhythmus des tragenden tritt in einen Dialog mit dem Rhythmus des Umhüllenden. Das Licht fliesst gedämpft in die Halle. Die vier Jahreszeiten sind erlebbar.

 

Massiver Nebenraumkörper

Dem gegenüber ist der Nebenraumkörper zweigeschossig und massiv ausgebildet. Nicht alle Räume benötigen Tageslicht und nicht alle Räume müssen beheizt werden. Dieser Baukörper stabilisiert und erdet die lichte Halle.

Projektwettbewerb 2021, 2. Preis, 3. Rang

Architekten

Frei & Ehrensperger Architekten

Mitarbeit: Blend Kader